Woche 10/12: Pegasus Fusion

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Aus der Urzeit der HPV-Rennen stammt das Fusion, ein dreirädriges Velomobil für vier (!) Fahrer. Entwickelt wurde es von der Pegasus Research Co., einer Firma, die sich Anfang der 80er Jahre dem computerunterstützten Design für die Fahrradindustrie widmete und auch HPV-Maschinen für IHPVA-Wettkämpfe baute.
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Das Fusion, eine Weiterentwicklung eines vierrädrigen und viersitzigen Velomobils derselben Firma, nahm 1984 an den IHPVA-Rennen in Indianapolis teil und gewann in der Klasse der mehrsitzigen Fahrzeuge. Die hohen Geschwindigkeiten konnten durch ein futuristisches, aerodynamisch günstiges Design, ein geringes Gewicht von ca. 68 kg sowie vier Fahrer erreicht werden.

Die Sitzposition war, wie das Design und angepasst an dieses, ausgefallen: Die vier Fahrer saßen jeweils zu zweit in Janusanordnung nebeneinander. Dadurch waren die Köpfe nah beieinander in der Mitte des Fahrzeugs, so dass die Verkleidung des Fusion vorn und hinten flach gehalten werden konnte. Die Laufräder, die jeweils doppelt bereift waren, waren in ebenso aerodynamisch günstig gestalteten Verkleidungen untergebracht: Das Velomobil wirkte dadurch wie auf Stelzen ... Ungünstig waren die Laufradverkleidugnen allerdings für den Wendekreis: Nicht einmal in einem Velodrom hätte das Fusion gefahren werden können.

Wer sich für die internationale HPV-Geschichte interessiert, findet im Pegasus Fusion sicher einen höchst interessanten Beitrag zum Renngeschehen.

Und wie immer wünschen wir viel Spaß bei unserem Link der Woche!

Bilder:

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Man kann sehr schön die Anordnung der vier Fahrerplätze erkennen. Heckansicht: Zur Entlüftung war achtern über die gesamte Breite des Fahrzeugs ein Schlitz freigelassen worden.

Link der Woche: